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"Bei Eschringen steht die St. Lorenzkapelle, in einer Nische hinter dem Altare bewahrte sie des Heiligen Bild. Unten bei der Mühle sprudelt der Lorenzenborn. Hier lebte vor Zeiten mit ihrer Enkelin eine alte Witwe. Von dem übernächtigen Spinnen war die Arme fast erblindet. Einmal in später Mitternacht fand ein halberstarrtes altes Mütterlein bei ihr Herberge und Erquickung. Des Morgens bestrich die Fremde der Kranken die Augen und riet ihr, sich siebenmal des Tages zu waschen mit frischem Wasser aus dem Born bei der Mühle.
Die Großmutter genas wie durch ein Wunder. Als eines Tages das Mägdlein mit dem Kruge wieder zum Brunnen gekommen, fuhr es erschrocken zurück: denn aus der Tiefe des Wassers schaute ein Antlitz sie an, so hold und so freundlich wie das eines Engels, und diese Erscheinung wiederholte sich ihr bei jedem Gang an den Brunnen. Man untersuchte den Quell und zog aus dem Schlamme heraus das Bild des hl. Laurentius und brachte es zur Kapelle. Der Brunnen war ein Heilwasser für vielerlei Leiden. Das Bild war also in den Brunnen gekommen."
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aus der BAVARIA: Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Vierter Band/Zweite Abteilung: Bayerische Rheinpfalz. München 1867. S. 310
Anmerkungen von Heinrich Moog: Wahrscheinlich wurde die Laurentiusstatue (also kein Bildnis!) im Jahr 1600 von einem Eschringer versteckt, nachdem der kath. Gottesdienst und die Heiligenverehrung von der Saarbrücker Regierung auch in Ensheim und Eschringen verboten worden war. Es folgten dann die vielen Kriegsjahre und das Hinwegsterben so vieler Menschen. Dabei mag die Erinnerung an die Statue verlorengegangen sein. Vielleicht hat sie auch wirklich ein roher Soldat in ihrem Versteck entdeckt und in den Brunnen geworfen.
Nach Rückgabe der Kapelle an die Katholiken i. J. 1686 brachte man die altehrwürdige Laurentiusfigur nach Wiederauffindung an ihren ehemaligen Platz, in die Wandnische des Kapellenchores zurück, sodass sie neuen Anlass zur Verehrung des Martyrers und Erzdiakon gab.
"Die St. Lorenzkapelle war vor Zeiten ein herrliches Kirchlein, der zierliche Thurm trug ein silbernes Glöcklein von wunderhellem, seltsam ergreifendem Klang. Da brach ein Krieg aus, des Heiligen Bild ward vom Feinde in’s Wasser geworfen, das Glöcklein vor dem verfolgenden Schwarme in die Tiefe des sumpfigen Baches versenkt, da wo der Finkelrechweg nahe vorbeiführt. Der Sumpf ist verschwunden, und niemand weiß mehr die Stelle, wo man das Glöcklein hinabgesenkt hatte. Doch alljährlich in den Tagen des Maies, wenn zu Abend die Betglocken läuten, und in der hl. Adventzeit hört man das Läuten des Glöckleins wie aus weiter verlorener Ferne, und es gemahnt uns sein Klang wie ein Gruß aus längst verschollenen Tagen. Wohl haben sie oft nach dem Glöcklein gegraben, aber vergeblich. Ein alter Klosterbruder hat aber gesagt: sobald in der Gemeinde des Dorfes die altererbte Zwietracht zu schwinden beginnt, hebt sich das Glöcklein um einige Fuß und wird endlich am Feiertage allgemeiner Versöhnung erscheinen."
aus der BAVARIA...Seite 310-311.
Diese Sage inspirierte Schandein zu seinem Gedicht "‘s verlor Gleckelche"; enthalten in dem Band "Gedichte in westricher Mundart". Stuttgart 1892. S. 132-133.
Anmerkung: Schandein spricht zwar vom "Finkelrechweg", gemeint sein dürfte aber der Pfad am Klingelrech, wo sich nahe am Puhschbach auch der Klingelbrunnen befindet. Im Renovaturprotokoll von 1699 wird bei der Auflistung der Wiesen und Gärten auch der Klingelrech erwähnt. Der historische Hintergrund dieser Sage ist wohl in den Wirren des 30jährigen Krieges angesiedelt. In der Tat sagte man Eschringen nach, ein zerstrittenes Dorf zu sein. Dieses Klischee hat sich erfreulicherweise gewandelt, bedingt durch die gemeinsamen Anstrengungen anlässlich der 1100-Jahrfeierlichkeiten. Während des historischen Festumzuges stellten die Kindergartenkinder diese Sage positiv nach: Das Glöcklein" tauchte auf" und wurde auf einem Wägelchen durchs Dorf gezogen.
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Die Wassernixe vom Eschringer Seerosenteich
„Bei Eschringen in tiefer Waldeinsamkeit war ein grundloser Sumpf, Seerosen erblühten in Fülle. Des Schultheißen bildschönen Sohn zog es häufig dahin. Er hatte von der geheimnisvollen Wasserjungfer vernommen, welche tief unten wohne im kristallenen Palaste. Als er einmal wieder dort war, da regte sich eine der Seerosen, aus den Blättern des Kelches tauchte ein wunderholdes Wesen empor, halb Kind und halb Jungfrau, und winkte ihm verlangend entgegen. Er streckte die Arme nach ihr aus und versank mit ihr in die Tiefe. Groß war die Trauer im Dorfe. Des Jünglings Pflegevater, der Ritter Bos von Waldeck, kam mit seinem Hauskaplan, um durch dessen Beschwörungssegen den See zu entzaubern. Drauf ergriff der Ritter sein Schwert und hieb eine der schönsten Seerosen ab. Mit dem Schlage entströmte Blut dem abgehauenen Stängel und ertönte zugleich ein durchdringender übermenschlicher Schrei - die Wassernixe war tot."
Originaltext aus der BAVARIA: Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern... Vierter Band/Zweite Abteilung: Bayerische Rheinpfalz. München 1867. S. 337-338.
Anmerkung: Diese Sage inspirierte Ludwig Schandein übrigens auch zu dem Gedicht „Die Wasserhex", nachzulesen in „Gedichte in westricher Mundart. Stuttgart 1892. S. 141-143.
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Zur Geschichte und Sage vom „Seerosennixenteich"
Beim Vierherrenwald liegt der Seerosennixenteich. Hier soll vor langer Zeit eine wunderschöne Seejungfrau, die sich in eine Seerose verwandeln konnte, den Sohn des Bürgermeisters in die Tiefe des Gewässers gezogen haben.
Diese Sage hat vermutlich einen wahren Kern. Denn im November 1751 ist wirklich ein junger Mann aus Eschringen ertrunken. Auch den Ritter Boos von Waldeck, der den Teich mit Hilfe seines Kaplans entzaubert hatte, gab es wirklich. Nur lebte der etwas früher, nämlich im 15. Jahrhundert.
Der Seerosennixenteich wird von den Eschringern auch „Ellere Puhl" genannt. Puhle sind Erdgruben, die den Menschen in der Stein- und Bronzezeit als Wohnungen dienten. Wahrscheinlich hat sich dieser Puhl erhalten und später mit Wasser gefüllt. Vielleicht blühten früher auch mal Seerosen auf diesem Teich. Heute ist er vor allem im Sommer fast ausgetrocknet. Er ist von viel Gebüsch und Gestrüpp umgeben.
Der schwarze Mann am Fechinger Berg (von August Schmitz +, ehemaliger Schuldirektor in Fechingen)
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Wer früher von Eschringen nach Fechingen ging, sorgte, daß er zur Geisterstunde das "Pfaffenbrünnchen" hinter sich hatte. Oft geschah es, daß dem Wanderer zu dieser Stunde das Gruseln kam. Am "Scheppchen", einem Walde an der Landesgrenze, erschien ihm plötzlich ein schwarzer Mann mit einem großen "schlappen Hut‘. Er sprang dem Wanderer auf die Schulter und ließ sich von ihm bis zum Pfaffenbrunnen tragen. Dort verschwand der Spuk wieder. Der "Schlappe Hut", wie das Gespenst auch genannt wurde, soll ein ordentliches Gewicht gehabt haben, so daß dem Mann, der ihn tragen musste, oft noch nach einer Stunde danach der Schweiß ausging. Keinem gelang es, die unerwünschte Last abzuschütteln. Je mehr der Lastträger sich gegen die Last wehrte, desto schwerer wurde sie. Es ist auch schon vorgekommen, daß zwei Männer zusammen gingen, von denen einer unter Ächzen und Stöhnen die Last tragen musste, während der andere nichts wahrnahm.
Den Leuten, die früh morgens in die Stadt auf den Markt gingen, ist der schwarze Mann auch oft erschienen. Er ging neben ihnen her vom Scheppchen bis zum Pfaffenbrunnen, wo er verschwand. Der Spuk hat ihnen aber nie etwas zuleide getan.
Anmerkung: Diese Sage stammt offenkundig aus bayerischer Zeit (s. preußisch-bayerische Landesgrenze), gleichwohl ist die Figur dieses Koboldes - in Eschringen wird er "Labbehut" genannt - im ganzen Bliesgau und auch anderswo verbreitet.
Die weiße Katze bei Eschringen (von August Schmitz +, ehemaliger Schuldirektor in Fechingen)
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Am Südwestausgang des Dorfes Eschringen, dort, wo heute der Straßenbahnhof steht, ist ein steinernes Brückchen, das über den Kimbach führt. Da war es in alter Zeit auch nicht geheuer. Allerlei Spukgetier soll sich dort herumgetrieben haben. Eine Frau in Eschringen, die noch lebt, erzählte, daß sie zur Nachtzeit dort vorbeikam, als sie von Fechingen nach Hause ging. Als sie über die Brücke wollte, stand eine große weiße Katze vor ihr. Die Katze war so groß wie ein Tisch. Die Katze ließ sie nicht weitergehen, und als sie sich umwendete, um zurückzugehen, stand die Katze wieder vor ihr. Es dauerte an die drei Stunden, bis die Katze verschwand.
Anmerkung: Diese Geschichte wurde vermutlich in den 1950er Jahren von August Schmitz notiert. Das Gebäude des ehemaligen Straßenbahndepots steht noch; das Brückchen existierte wohl bis zur Jahrhundertwende.
Der Bauer mit den roten Strümpfen
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Bei Fechingen lagen lange vor dem großen Kriege zwei Dörfer mit Namen Bönningen und Friedrichingen. Im großen Kriege sind sie dann untergegangen, so daß man kaum noch eine Spur von ihnen findet. Der Meier von Bönningen hatte 7 Paar Strümpfe. Ein Paar davon war von roter Farbe mit weißen Ringeln. Von diesen Strümpfen zog er jeden Tag ein anderes Paar an und jeden Sonntag das rote Paar. So wusste er immer, wenn Sonntag war. Wenn er dann mit seinen roten Strümpfen durch Friedrichingen ging, um nach Fechingen in die Kirche zu kommen, wussten auch die Friedrichinger allemal, daß Sonntag ist und machten sich zum Kirchgang fertig.
Anmerkung: Mit "dem großen Kriege" ist natürlich der "Dreissigjährige Krieg" gemeint. Bönningen (oder Benningen) war ein kleines Dorf, das an Eschringen grenzte. Zur Wüstung (untergegangene bzw. verlassene Siedlung) wurde es wohl aber schon zum Ausgang des Mittelalters (vielleicht durch die Pest?). Flurnamen erinnern noch an beide Dörfer.
Der Pflüger auf Ponsheim
Seit Jahrzehnten zieht am Ponsheimer Hof in den Maientagen eine Prozession von Ensheim aus über die Höhe zum Marienheiligtum Gräfinthal. Als der lange Weg der Betenden den Hang von der Kalkmühle bei Ormesheim in Richtung Ponsheimer Hof hochgezogen war, gewahrten sie plötzlich einen großen Mann beim Pflügen. Weit hallte sein "Hüh" und "Hott", gemischt mit gotteslästerlichen Flüchen. Doch die Arbeit wollte nicht vorangehen, denn die Pferde weigerten sich, den schweren Pflug zu ziehen.
Beherzt meinte daraufhin einer der vorbeiziehenden Gläubigen aus Ensheim, der auch Bauer war, zu dem Pastor: "Dem da droben müsste man helfen, sonst kommt er nicht mehr vom Fleck." Doch der Pastor gab ruhig zur Antwort: "Lass den nur seine Arbeit alleine schaffen, dem kann keiner mehr helfen."
aus: Sagen und Erzählungen von Mandelbachtal. 1980. S. 111 - nacherzählt von Gunter Altenkirch (Erfweiler-Ehlingen; inzwischen Leiter des Museum für dörfliche Alltagsgeschichte in Rubenheim)
Anmerkung: Diese Wallfahrten nach Gräfinthal führen auch über Eschringen (von der Laurentiuskapelle die Gräfinthalerstraße hinauf zum Waldweg am Ponsheimer Gelöch). Die von Ensheim aus kommende Prozession passiert das ehemalige Kalkwerk und das Haus "Am Brück’l" und streift in der Folge auch den Eschringer Bann.
Das wundersame Lorenzwasser
Vor nicht allzu langer Zeit hatte die Eschringer Dorfgemeinschaft, nach langem Hin und Her, beschlossen, den durch einen Stall überbauten Laurentiusbrunnen wieder zugänglich zu machen. Ein neuer Schacht wurde gegraben, und der ortsansässige Steinmetz fertigte eine würdige Figur des Heiligen an. Natürlich musste die Einweihung des neuen Brunnens gebührend gefeiert werden, und so kam man um den Laurentiustag im August zu einem Fest zusammen. Man wollte auch Geld sammeln, denn der neue Brunnen hatte viel gekostet. Jede gute Idee war also willkommen. So gab es denn an diesem Tage in kleinen grünen Flaschen "Lorenzwasser" zu kaufen, und viele Leute griffen zu - trotz des ordentlichen Preises. In den Nachbardörfern hatte sich dies herumgesprochen, und in Ensheim erzählte man sich staunend: "Ei, die Eschringer, die sinn’ ja schlauer, als mer denkt. Die verkaafen jetzt schon des Wasser aus ihr’m Lorenzebrunne fier deier Geld."
Weil es ja Sommer war, hatte sich ein junger, durstiger Mann unterwegs an das Fläschchen "Lorenzwasser", das er von Freunden geschenkt bekommen hatte, erinnert, und er nahm schließlich einen kräftigen Schluck daraus - im guten Glauben an ein köstliches, erfrischendes Nass. Doch er schreckte hustend und prustend zusammen, denn was er und manch anderer offenbar nicht wusste: In der Flasche war kein Brunnen-, sondern Obstwasser!
Anmerkung: Diese Geschichte hat sich tatsächlich im August 1997, im Anschluss an die Einweihung des wiederhergestellten Laurentiusbrunnens, zugetragen. Dieses hochprozentige "Lebenswasser" gibt es nebenbei schon länger. Die Katholische Jugend Eschringen verkauft es bereits seit einigen Jahren zur Unterstützung der von Schwester Wiltrud geführten Missionsstation Akwatia in Ghana. Dort wurden u. a. zwei Brunnen gebohrt (einer heißt "Pfr.-Geibs-Laurentius-Brunnen). Spenden können nach wie vor unter dem Stichwort "Wasser für Ghana" an das Projektkonto Nr. 63 000 108 bei der Volksbank Blies- und Mandelbachtal eG (BLZ 594 913 00) überwiesen werden.
Die verhexte Mühle
Für große Aufregung in und um Eschringen sorgte eine kuriose Geschichte zu Beginn der bayerischen Zeit. Beim Friedensgericht in Blieskastel (dort ansässig seit der französischen Gebietsreform im Jahr 1798) kam es, laut eines Presseberichtes (im Original zitiert aus: Ensheim, am 4. August 1817 zu folgender Anzeige:
Peter Bauer, Müller, und dessen Ehehälfte, wollen schon seit Jahren bemerkt haben, daß ihre Kühe verhext seien, weil die Milch von denselben sowenig Rahm, Butter und Käse gibt. Um diesem Umstande abzuhelfen - ohne der natürlichen Ursache nachzugehen - entschloss sich der Müller auf Zureden seiner Frau, seine Zuflucht zu dem wegen der bey Andreas Braun im verflossenen Winter entdeckten Dieberey in Eschringen ein gewisses Renommée, gekommen, königlich bayerischen Soldaten Baptist Riedlein, Füssilier, gegenwärtig in Saargemünd, sich in Garnison befindend zu nehmen.
Der Soldat erschien wirklich verwichenen Donnerstag, den 31. des Mts. nachts auf der Eschringer Mühle und soll nach Aussagen des Müllers eine Hexe in selbiger Nacht zum Erscheinen auf der Mühle gezwungen haben, in welchem das Verzeichnis aller in der Gemeinde sich befindlichen Hexen stehen.
Den anderen Morgen machte die Müllerin Lärm. Im Dorf seien sieben Hexen, und dies seien die vornehmsten Bauernweiber. In der ganzen Gegend erhob sich nun der abergläubische Lärm von Hexerey. Die Weiber glaubten sich nicht wenig durch den Ehrentitel ‘Hexe’ in ihrer Ehre gekränkt und nahmen denselben als Beschimpfung an. Sie wollten auch die Ursache, warum der Müller von seinen Kühen keine Butter und Rahm erhalten hat, auf folgende Art - welche auch die richtige ist - erklären: Der Müller habe vier bis fünf weibliche Hausgenossen, welche wie allgemein bekannt, gerne Kaffee trinken. Damit nun der Müller nicht jedes Mal erfahren sollte, wenn Kaffee getrunken würde, so wird er heimlich gemacht und so käme er um seinen Rahm, weil derselbe von seinen eigenen Hausgenossen zum Kaffee verwendet werde. Um ihr Spiel ungehindert forttreiben zu können, seien dieselben schlimm genug, den Müller auf den Gedanken zu bringen, als seien die Kühe verhext.
Dem sey nun, wie wolle. Das abergläubische dumme Geschwätz des Peter Bauer, welches zu Unfrieden in den Familien der Gemeinde Anlass gegeben hat, dann durch Fortsetzung desselben wirklich sich in ehrenrührigen Beleidigungen ausartete, gehört von der Obrigkeit geahndet.
Anmerkung: Eine leicht veränderte Fassung dieser Geschichte findet sich auch in dem Eschringer Heft 3/2: "Die einstige Eschringer Mühle" von Heinrich Moog. Er merkt folgendes an:
"Wie das königlich bayerische Friedensgericht in Blieskastel in dieser Sache entschied, ist nicht überliefert. Ob die Richter den Müller, seine Frau und andere, die ihnen Glauben geschenkt, wegen übler Verleumdung belangten, den diebischen, hinterhältigen Frauen ihre verdiente Strafe erteilten oder den aufschneiderischen Füselier zur Rechenschaft zogen, wir wissen es nicht. Das groteske Ereignis enthüllt jedoch die Leicht- und Abergläubigkeit vieler Menschen. Bei aller Aufgeklärtheit gibt es sie noch heute. Ein Nasrümpfen über vergangene Zeiten wäre verfehlt."
Zeichnungen, wenn nicht anders angegeben, von Schülern der Eschringer Grundschule
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